Unser Haus

Nachfolgend finden Sie Informationen zu

» dem Sozialraum um die Wohngruppe
» den Räumlichkeiten
» dem Leben in der Wohngruppe

 

Sozialraum

Die Wohngruppe in Aichschiess ist in einem Dreifamilienhaus im ländlich gelegenen Aichwald untergebracht.

Aichwald ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Esslingen (BaWü), die sich aufgrund ihrer Aufteilung in  fünf  Ortsteile den dörflichen Charakter, der auf dem Schurwald vorherrscht, bewahrt hat. Der Ortskern ist in wenigen Minuten zu Fuss, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Bus erreichbar. Das Zentrum bietet verschiedene Einkaufsmöglichkeiten,  eine Grund- und Hauptschule mit dem Zweig der Werkrealschule, Ärzte, ein Jugendhaus, Vereine, sowie Handwerksbetriebe und Firmen, von denen einige Praktika und Ausbildungsplätze anbieten.

Die gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die etwa 8 km entfernte Kreisstadt Esslingen bietet Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, die eine Stadt mit ca. 100.000 Einwohnern bietet.

 

Räumlichkeiten

Das Haus bietet auf vier Stockwerken Platz für 8 Jugendliche.

Das Dachgeschoss kann von vier männlichen Jugendlichen in Einzelzimmern bewohnt werden, die sich ein Bad mit WC teilen.

Auf dem Mädchenstockwerk befinden sich ein Doppel-, zwei Einzelzimmer, Bad und WC, sowie die Gemeinschaftsräume aller Jugendlicher, Küche, Wohn- und Esszimmer, sowie ein großer Südbalkon.

Im Erdgeschoss sind die Büros – und Mitarbeiterräumlichkeiten, sowie ein Einzelzimmer das durch eine angeschlossene Küche auch als Adaptionszimmer genutzt werden kann.

Im Untergeschoss bietet ein weiteres Adaptionszimmer Platz für einen Jugendlichen, der sich durch eine Kochnische selbst verpflegen kann und dem ein eigenes Bad/WC zur Verfügung steht. Außerdem befinden sich dort Hobbyraum, Waschküche und Werkstatt.

Hinter dem Haus befindet sich ein kleiner Wäscheplatz und zwei Unterstellschuppen für Fahrräder. Zu dem Haus gehört ein großer Garten.

 

 

Leben in der Wohngruppe

Der Schul-und Ausbildungsbesuch ist für jeden Bewohner verpflichtend. In Phasen der Perspektivsuche soll dennoch das regelmäßige morgendliche Aufstehen und das Finden eines Tagesrythmus eingeübt werden.

Das Leben in der Wohngruppe ist geprägt durch ein festes Regelwerk und einen klar strukturierten Alltag wie z. B. feste verbindliche Lernzeiten, feste Ausgangsregeln, Putzpläne etc.
Die Jugendlichen müssen sich unter Anleitung und mit Hilfe der Betreuer selbst versorgen, das heißt jeden Abend kocht ein Jugendlicher für die gesamte Gruppe, jeder hat einen verbindlichen Waschtag, das Sauberhalten der Gruppenräume wird anhand eines Putzplanes auf die Jugendlichen verteilt.
Einmal die Woche findet ein Gruppenabend statt, indem die Ämter-und Kochpläne festgelegt und Gruppenbelange besprochen und diskutiert werden. Themen werden von den Betreuern, wie auch von den Jugendlichen eingebracht. Die Teilnahme ist verpflichtend für alle Jugendliche.

Um den Jugendlichen einen Ausgleich zu Schule/ Beruf und Arbeit zu bieten, findet jedes Jahr eine 10- 12 tägige Sommerfreizeit statt.

Ablösephase

Unsere Einrichtung bietet Jugendlichen die Erprobung ihrer Selbständigkeit, um sich auf das Leben in der eigenen Wohnung vorzubereiten. Außerhalb der Gruppenstockwerke ist dafür ein Adaptionszimmer eingerichtet.

Adaption bedeutet, dass der junge Mensch in allen Bereichen mehr Eigenverantwortung übernimmt, um die zukünftige Situation in der eigenen Wohnung möglichst realitätsnah zu erleben.
Diese Phase beginnt einige Monate vor dem geplanten Auszug. Der junge Mensch wird immer weiter vom Gruppengeschehen ausgenommen, der strukturierte Rahmen wird individuell angepasst. Das Bezugsbetreuersystem greift weiterhin und die „Rund-um-die-Uhr“-Betreuung besteht bis zum Auszug. Er kann selbständig handeln, muß aber auch regelmäßige Kontakte und Gespräche mit den BetreuerInnen wahrnehmen.

Die Adaptionsphase soll zeigen, ob der junge Mensch bereit für ein eigenständig organisiertes Leben ist, oder eine weitere Betreuung in einer anderen Hilfeform gesucht werden muss.